Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern öffnen ihre Räume
Mecklenburg-Vorpommern verfügt über einen bedeutenden Schatz an sakralen Baudenkmalen. Neben den mächtigen Domen und Pfarrkirchen der Backsteingotik in den Hansestädten Greifwald, Rostock, Stralsund und Wismar sind das die etwa 1.000 Kirchen auf dem Lande. In ihrer schlichten Schönheit und mit ihrer oft erstaunlichen Größe sind sie zu unverwechselbaren Zeichen dieser Kulturlandschaft geworden. Die überwiegende Zahl der Kirchen steht unter Denkmalschutz. Gerade die vielen kleinen Dorfkirchen spielen für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern eine große Rolle. Als Kulturdenkmäler sind sie Wahrzeichen vieler Orte. Über das Projekt "Offene Kirchen" werden zahlreiche Kirchen im Nordosten Touristen zugänglich gemacht. Einige Kirchen machen Handwerk und Geschichte lebendig, andere haben sich sportlich ambitionierten Gästen verschrieben. Immer mehr Gotteshäuser locken mit moderner Kunst und Kultur. Manche standen zuvor leer, andere wurden über neue Nutzungsformen sogar vor dem Verfall bewahrt.
Radfahrer-Kirche im vorpommerschen Pantlitz
Im vorpommerschen Pantlitz bei Ribnitz-Damgarten öffnete zu Pfingsten 2008 die erste Radfahrer-Kirche in Mecklenburg-Vorpommern ihre Pforten. Die Kirche aus dem Jahre 1869 liegt am europäischen Radwanderweg von St. Petersburg nach Gibraltar. Radtouristen will sie Ruhe, Besinnung und Andacht bieten, aber auch über die Geschichte der Region, Sehenswürdigkeiten und Naturreichtümer in der Umgebung informieren. Zudem hält die Radfahrer-Kirche Pantlitz erfrischende Getränke und Werkzeuge für kleine Reparaturen am Rad bereit.
Mecklenburgisches Orgelmuseum in der Klosterkirche Malchow
Die Klosterkirche Malchow im Landkreis Müritz ist ein markanter dreischiffiger Backsteinbau, der im 18. Jahrhundert mit der Einrichtung des Damenbüßerinnenstiftes und späteren Zisterzienserklosters errichtet wurde. Deutschlandweit ist sie die einzige Kirche, die ein Orgelmuseum beherbergt. Die stattliche Sammlung beinhaltet verschiedene Orgeln, ausführliche Erläuterungen zur Kunst des Orgelbaus und ein Orgelmodell, auf dem Besucher selbst die Tasten anschlagen können.
Konzert-Kirche in Neubrandenburg
Inzwischen gibt es auch die Kulturkirche, die keine Kirche mehr ist: Für Gottesdienste nicht mehr genutzt, ist die 700 Jahre alte Neubrandenburger Marienkirche heute eine moderne Konzerthalle. Der renommierte finnische Architekt Pekka Salminen integrierte in die altehrwürdige Backsteinhülle einen hochmodernen Konzertsaal und schuf dabei eine wundervolle Symbiose von Altem und Neuem. Unter anderem sind in der Konzertkirche Neubrandenburg die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern regelmäßig zu Gast. Die Dauerausstellung "Wege zur Backsteingotik" im Turmbereich ist zudem eine Station der Europäischen Route der Backsteingotik. (Quelle: Tourismusverband M-V)






