Störtebeker Festspiele Rügen 2011
Saison 2011: Störtebekers Gold - Der Schatz der Templer
Programm und Karten für das Abenteuerschauspiel auf der Naturbühne Ralswiek
Die Störtebeker Festspiele auf Rügen gelten heute als das erfolgreichste Open Air Theaterereignis Deutschlands. 1993 begannen sie als reines privates Familienunternehmen (Störtebeker Festspiele GmbH und Co. KG) ohne staatliche Zuschüsse. Die Störtebecker Festspiele gehen 2011 mit dem Stück "Störtebekers Gold - Der Schatz der Templer" in die 18. Spielsaison, unterstützt durch den Sponsor Warsteiner und den NDR als Medienpartner. Sie knüpfen damit attraktiv und besucherstark an ein kurzlebiges Highlight der DDR an, das sie in neuer Form wiederbelebten.
Zur Vorgeschichte: Im Dorf Ralswiek am Ufer des Großen Jasmunder Bodden auf der Insel Rügen wurde 1959 für die Rügenfestspiele der DDR eine Freilichtbühne geschaffen, die Naturbühne Ralswiek. Das enteigente Gelände der Herrschaft der Grafen Douglas zwischen dem Schloss und dem Boddenufer erwies sich mit der prachtvollen Küstenkulisse als besonders geeignet. Auch das zu einem Dorf von unter 300 Einwohnern abgesunkene Ralswieck war wegen seiner Geschichte ideal, um ein Mittelalterspektakel um den legendären Seeräuber zu inszenieren. Im Mittelalter war Ralswiek ein bedeutender, von den westslawischen Ranen gegründeter Hafenort mit internationalen Beziehungen, wie Hortfunde und ausgegrabene Wikingerboote bewiesen. Klaus Störtebeker, der mit seinen Vatalienbrüdern Ende des 14. Jahrhunderts zuerst die Ostsee unsicher machte, hat in Ralswieck wie auch in Wismar mit großer Wahrscheinlichkeit Beute versilbert. Als Freibeuter in skandinavischen Diensten war Rügen Störtebecker wohl vertraut. Soweit die Legende.
Was lag näher, als auf Rügen Störtebecker zu gedenken und Störtebecker Festspiele zu begründen? Von 1959 bis 1961 sowie 1980 und 1981 wurde in Ralswieck mit gigantischem Aufwand im Rahmen des Kulturauftrags „Rügenfestspiele“ eine von Kurt Barthel verfasste Dramatische Ballade aufgeführt. Rund 1000 Mitwirkende, Orchester und Chor inklusive, zeigten die Legende von Klaus Störtebeker und erreichten damit in fünf Sommern 670.000 Besucher. Danach erschien der DDR-Führung das in Teilen aufrührerische Stück wohl doch nicht mehr opportun, und es wurde abgesetzt. Nach der Wende übernahm die Familie Hick die heruntergekommene Naturbühne Ralswiek und belebte sie mit einem neuen Konzept unter dem Namen Störtebeker Festspiele wieder.
Zum Stand der Störtebeker Festspiele: Unter der Intendanz von Peter Hick erwuchs ein neuer Rügen Störtebecker Bezug. Während die Störtebecker Festspiele der DDR die ganze Legende in einem Stück vereinte, sind die neuen Störtebeker Festspiele auf der renovierten Naturbühne Ralswiek episodisch angelegt und erzählen die Legende und ihre Ausschmückungen in einem nachgedichteten zyklischen Epos. 2007 begann der vierte Zyklus mit dem Stück "Verraten und verkauft", gefolgt von "Der Seewolf" 2008. 2009 startete der Dreiteiler "Störtebekers Gold" mit den Episoden "Das Vermächtnis" und "Der Fluch des Mauren", der nun mit "Der Schatz der Templer" vom 18. Juni bis 3. September abgeschlossen wird. Der Zyklus hat eine starke Publikumsbindung bewirkt, mit durchschnittlich 4.600 Besuchern pro Aufführung. Im Juli 2010 konnte der fünf millionste Besucher begrüßt werden.
Auch 2011 wird der Theaterschaupieler Sascha Gluth, der sich zum Publikumsliebling entwickelt hat, wieder die Hauptrolle in Ralswieck zusammen mit 20 Schauspielern, 140 Statisten, 30 Pferden und vier Schiffen auf der Naturbühne Ralswiek mimen. Gluth ist im Rahmen der Störtebecker Festspiele für Rügen Störtebecker in Fleisch und Blut geworden. Ob Sascha Gluth auch im fünften Zyklus der Störtebecker Festspiele mit neuen Abenteuern auf Rügen Störtebecker bleibt, ist noch ungewiss. Für Ralswieck und ganz Rügen ist die Naturbühne Ralswiek jedenfalls dank der Störtebeker Festspiele eine erstrangige touristische Attraktion mit familienfreundlichen Eintrittspreisen geworden.
Gespielt wird ab dem 18.6. - 3.9.2011, Montag - Samstag jeweils um 20 Uhr auf der Naturbühne Ralswiek. Karten gibt es ab 10,- Euro für Kinder und ab 12,- Euro für Erwachsene.
Unterkünfte in Ralswiek und Umgebung:
Unterkünfte in Sassnitz und Umgebung








